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Liebe Badi Pfäffikon,

eigentlich ist es Deine Schuld, warum ich hier bin. Du hast nämlich den Ausschlag gegeben, warum ich zusammen mit meiner Familie den Sprung aufs Land hinaus gewagt habe. Und ganz wichtig: Du bist der Grund, warum auch meine Frau eingewilligt hat, die Stadt zu verlassen. Mir war schon immer wohler im ländlichen Umfeld – aber bis anhin hatte ich keine Chance, mich durchzusetzen. Aber Du hast das geschafft! Natürlich hatte ich auch ein paar Asse im Ärmel - oder besser gesagt, meine Frau hatte ein paar Trümpfe im Bauch. Denn 2011 erfuhren wir, dass wir nach unserer zweijährigen Tochter mit zwei weiteren Kindern gesegnet werden würden und zwar gleichzeitig. Spätestens da war klar, dass aufs Land ziehen, auch ein Vorteil sein könnte.  

Mein Traum war es immer, in einer See-Gemeinde zu wohnen. Schliesslich bin ich so aufgewachsen und irgendwie will man für seine Kinder auch das, was man selbst in der Kindheit geniessen durfte. Und so kam es, dass ich auf ein Immobilien-Inserat in Pfäffikon gestossen bin. Diese Gemeinde kannte ich zuvor überhaupt nicht. Es war ein lauer Frühlingstag, als wir das Haus anschauen gingen, die Zwillinge waren eben auf die Welt gekommen und meine Frau und ich hatten tiefschwarze Augenringe. Das alte Flarzhaus gefiel uns auf Anhieb, aber sich übermüdet entscheiden zu müssen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wir sind nach der Besichtigung zum See runter, in die Badi und haben erstmal Kaffee getrunken. Und dann traf uns der Schlag: diese Aussicht, diese Ruhe, diese Idylle! Noch am Tisch des Badi-Restaurants fällten wir den Entscheid, dass wir hier sesshaft werden würden.

 Jetzt, über 5 Jahre später, bist Du, liebe Badi Pfäffikon, für mich und meine Familie noch immer ein spezieller Ort. Den Grossteil des Sommers verbringen wir auf Deiner Wiese, am liebsten in der Nähe des Sees. Und jeden Sommer merken wir wieder, wie doch die Zeit vergeht. Anfangs waren wir vor allem damit beschäftigt, dass die beiden Kleinen nicht kopfüber ins Wasser fallen, die Grössere sich nicht selbständig mit dem feinen Eis aus Deinem Restaurant bedient, und dass am Abend wieder alle Flügelis im Sack sind. Aber jedes Jahr wird es entspannter. Momentan sind die Wasserballone hoch im Kurs und die Einen wagen sich bereits auf den Sprungturm oder alleine auf die Wasserrutschbahn. Und so kommen wir sogar langsam wieder dazu, die wahnsinnige Aussicht zu geniessen – wie damals, als wir uns entschieden, hier zu bleiben. Auch dank Dir.  

Hier auch mal im Strandbad Auslikon 

Familie aus Pfäffikon