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Potz Blitz und Donner!

Bei Gewitter darf man nicht ins Wasser gehen, weil man sonst vom "Blitz getroffen" wird. Es heißt, der Kopf des Schwimmers stelle den höchsten Punkt im See dar und würde deswegen getroffen. Ist dies korrekt?

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Blitz in die Person einschlägt, ist relativ gering. Gefährlich ist der Blitzstrom, der sich im Wasser großflächig ausbreitet (s.u.) und auf den der menschliche Körper sehr empfindlich reagiert.

Ein Blitz trifft auf die Wasseroberfläche. Da Wasser den Strom schlecht leitet, kann die Energie nicht vollständig an einem Punkt nach unten abfliessen. Daher breitet sich der Blitz über die Wasseroberfläche in alle Richtungen aus. Die Energie des Blitzes ist in der Nähe des Einschlagpunkts so hoch, dass das Wasser beim Kontakt mit dem Blitz sofort verdampft. Es bildet sich eine Wasserwelle. Je weiter man vom Einschlagspunkt entfernt ist, umso schwächer wird der Strom.

Eine Testpuppe schwimmt im Becken. Erneut schlägt der Blitz ein: Dieses Mal schlägt er direkt in die Puppe. Das „Experiment“ wird mehrfach wiederholt und immer dasselbe Ergebnis: Die Puppe – oder in der Realität der Schwimmer – wird automatisch zu einem Blitzableiter. Der Grund: Der Blitz bevorzugt höhere Objekte - und mitten in einem See gibt es keine Bäume oder Häuser die den Blitzschlag ablenken könnten.

Selbst wenn man untertaucht ist man Chancenlos, denn auch unter Wasser fließt noch gefährlich viel Strom durch den Körper des Tauchers.

Es gibt also nur eine klare Antwort: Wenn es gewittert – raus aus dem Wasser!